Regeneration Mulmangol Bunker Busan, Korea

 


 WARUM  ES KEINE KRIEGE MEHR GEBEN KANN

Ein Märchen –  das wahr werden kann

Als eine Auseinandersetzung zwischen zwei benachbarten Völkern unvermeidlich war, schickten die feindlichen Feldherrn Späher aus, um zu erkunden, wo man am leichtesten in das Nachbarland einfallen könnte. Und die Kundschafter kehrten zurück und berichteten ungefähr mit den gleichen Worten ihren Vorgesetzten: es gäbe nur eine Stelle an der Grenze, um in das andere Land einzubrechen. „Dort aber“, sagten sie, „wohnt ein braver kleiner Bauer in einem kleinen Haus mit seiner anmutigen Frau. Sie haben einander lieb, und es heißt, sie seien die glücklichsten Menschen auf der Welt. Sie haben ein Kind. Wenn wir nun über das kleine Grundstück in Feindesland einmarschieren, dann würden wir das Glück zerstören. Also kann es in Zukunft keinen Krieg mehr geben.“

Das sahen die Verantwortlichen auch wohl oder übel ein, und der Krieg unterblieb und die Grenze wurde ohne Waffengewalt aufgelöst.

(frei nach Ernst Penzoldt 1892-1952)

Es war einmal ein Bunker… Es war einmal ein Munitionsbunker. Viele Jahre fristete er ein Dasein im Verborgenen in der Nähe des Dorfes Mulmangol . Wie alle anderen Bunker verharrte er im Berg unter seinesgleichen. Die unterirdische Bunkeranlage entstand als Teil einer Höhle 1968 und verbrachte ihre Tage in stiller Abgeschiedenheit im Berg Hwangnyoengsan. Keiner beachtete sie. Sie wurde nur als Lagermöglichkeit mißbraucht. Im Jahre 2016 aber erkannten kreative Menschen das Potential und die großartigen Qualitäten des Projekts. Danach konnte die Metamorphose des Malmungol-Bunkers in Busan beginnen.

Ziel
Kreative Wiederbelebung des Bunkeranlage – Erleben der Bunkeranlage mit allen Sinnen
Entwicklung der Potentiale dieses Projektes  –  Neue Funktionen
Einzigartige Symbiose von Landschaft und Architektur als Landmarke entwickelt.
Die Realisierung soll in Stufen möglich sein.

Grundidee
„Aufbohren des Berges“ und Erlebbarmachung des Berg-Inneren. (Kultur-Vulkan)
Ergänzung der unterirdischen Bunker-Räumlichkeiten durch oberirdische Gebäudeteile mit Fernwirkung.
Der Dualismus des Lebens wir in diesem Projekt thematisiert und abgebildet.

Wege & Räume
Die Grundstruktur des Bauvorhabens ist im Grundriss des Bunkers angelegt, der im wesentlichen aus einem Raster aus Wegen besteht, die in kurze Räume münden. Um die Hierarchie der Wege zu verdeutlichen, gibt es drei Beleuchtungsmittel. Zum einen werden alle Wege und Räume und Erschließungen von einem orange-glühenden Lichtband (glowline) verbunden. Dieses Band verknüpft auch den Trakt des Bunkers mit den vertikalen Erschließungen. Die funktionale Beleuchtung erfolgt über im Boden eingelassene Lichtlinien, die Wände vertikal nach oben beleuchten und die Oberfläche des gealterten Betons herausarbeiten. Zugleich vermitteln als lineares Element Orientierung Dimensionierung der Wege. Zuletzt werden die Hauptachsen, die auch die Erschließung des Berges nach Außen erledigen, mittels einer Lichtinstallation aus LED-Ringen beleuchtet. Diese Installation kann sich verdichten und verschwenken, unter Lüftungen hindurchtauchen und scheint aus jedem Winkel anders. Die so entstehende Dynamik im sonst statischen Bunkersystem hellt die Räume auf und macht sie positiv erlebbar, ohne die Gestalt des Ortes zu verschleiern.

Kriegsmuseum
Die musealen Einbauten bedienen die ohnehin vorhandenen Strukturen der Räume und deuten sie in Ausstellungsflächen um. Die Beleuchtung integriert sich weitestgehend und ist in oberflächengebundenen Leuchtkästen und Vitrinen angelegt. Zusätzliche Elemente finden sich in der klassischen Strahlerbeleuchtung einzelner Exponate und gezielten, typografischen Projektionen, die illuminierte Begleittexte anbieten. Prominente Beleuchtungselemente sind das bekannte orange-glühende Lichtband, sowie eine verdeckt montierte, farbvariable Beleuchtung der Gewölbetonne. Letztere kann gezielt an Ausstellungsinhalte und Sonderevents angepasst werden.

Vertikale Erschließung
Die vertikale Öffnung des Bunker nach oben hin übersetzt sich im Licht so, dass die glühenden und fließenden Beleuchtungselemente auch nach oben und ins freie streben. Die  Treppen greifen das orange-glühende Lichtband auf und integrieren es und auch die Lifte nehmen Farbigkeit und ein vielschichtiges Glühen an. Je weiter die Erschließungselemente nach oben streben, desto leichter und transparenter werden sie beleuchtet, desto mehr Tageslicht dringt ein.

Die Öffnung des Felsens (Eventmall – adventure cave)
Der Berg wird gezielt geöffnet und durchbaut. An dieser Schnittstelle wird der Maßstab des Projektes erlebbar. Hier fließen die Landschaft, die Fauna, die Architektur und der Stein zusammen und ineinander. Um diese Wirkung gezielt zu unterstützen, werden Lichtgräser und –gewächse appliziert, die den Fels und die Fauna ab der Dämmerung unmittelbar beleuchten und sich in den Besuchs integrieren. Für die funktionale Beleuchtung werden Lichtbäume in verschiedenen Größen und Höhen eingesetzt, die aus dem Wald über die Hänge entlang der Wege in scheinbar willkürlicher Anordnung aufgestellt sind. Die „Äste“ sind mit hocheffizienten und entblendeten LED-Leuchten zur Beleuchtung von Wegen und Plätzen ausgestattet.

Die Architekturbeleuchtung (Nachtwirkung)
Die Einbauten und Aufbauten der Nutzarchitektur (Shops, Konferenzräume, Hotel) werden so beleuchtet, dass sie gemäß ihres Raumprogrammes wie auch der Gestaltung von Tiefenwirkung und Fassade nach Aussen hin lesbar sind. Hierzu bedarf es einer gewissen Transparenz der Fassaden, die es so ermöglicht, das nächtliche Gebäude als differenzierte, aufstrebende und warm anmutende Architektur vor dem nächtlich-schwarzen Berg zu etablieren.

Lichtnetz
Zwischen der amorphen Gestalt des Berges oberhalb des Bunkers und dem ringförmigen Hotelaufbau vermittelt ein Netz, das den offenen Luftraum innerhalb der Anlage umspannt.Dieses Netz besteht aus dünnen, vielfarbigen Textilschichten, die bei Tag transparent und leicht erscheinen. In der nächtlichen Ansicht sind sie vielschichtige und farbenfrohe Projektionsflächen, die von einem monochromatischen Glanz bis hin zu intensiven, dynamischen und farbigen Lichtspielen ein weites Spektrum anbieten und doch stets leicht, dynamisch und transparent bleiben.

Wolkengenerator
Die emittierten Wolken bestehen aus umweltneutralem Wasserdampf, der eine hervorragende und amorphe Projektionsfläche bietet. So ist es möglich, den ringförmigen Grundriss des Hotels als Widerschein in der Wolkendecke zu spiegeln, aber auch direkt auf die Wolken zu projizieren.Verschiedene Inhalte können für verschiedene Zwecke hergestellt werden und verschiedene Szenarios bedienen. So ist es denkbar, nur den dampf als Druckmetapher hervorzuheben oder das ganze Gebäude mit der Struktur des Lichtnetzes abzubilden oder aber auch eigens erstellt Botschaften zu in den nächtlichen Himmelsdecke zu werfen.

Ist das Militär abgezogen und hat die für ihre Zwecke errichteten Bauten verlassen, so ist die Geschichte noch längst nicht zu Ende.

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