WBW-Gewinn in Zusammenarbeit mit Dipl.-Ing. Architekt BDA Matthias Klein, Netphen und Tamkus Landschaftsarchitektur, Dortmund.

Im Zuge der Neuordnung eines bestehenden Wohnquartiers an der Kölner Strasse in Neunkirchen entstehen ein Wohnriegel als Straßenrandbebauung, sowie sechs neue Quartiershäuser in Ergänzung zu acht Bestandshäusern im Grünen mit Ausrichtung zur Heller. Alt- und Neubauten gruppieren sich um einen neuen, zentralen Bereich des Quartiers; eine Neuinterpretation des Themas „Anger“. Dieser grüne Freiraum als verbindendes großes Element zwischen der neuen und der alten Bebauung fungiert als gemeinsamer Dorfplatz, der von allen Bewohnern des Quartiers genutzt werden kann – ein Ort für gemeinschaftliche Aktivitäten. Zudem garantieren unterschiedlich nutzbare Themenaußenbereiche und ein Netzwerk kurzer Wege vielseitige Treffpunkte. Eine Reihe von Durchgängen schafft die Verbindung zwischen dem inneren und äußeren Wohnquartier samt einem Zugang zum quartierseigenen Grüngürtel entlang der Heller. Die 6 Neubauten orientieren sich in Kubatur, Größe und Gebäudestruktur an dem Bestand. Klare, reduzierte Baukörper mit Lochfassade nehmen sich zurück, fügen sich wie selbstverständlich um das grüne Quartiersherz und öffnen sich zur Heller. Helle Putzfassaden in Verbindung mit monolithischen Mauerwerkselementen bestimmen die Gebäudeansichten. Die verbleibenden Gebäude erfahren eine Aufwertung durch ihre neue Umgebung. Zusätzlich werden ihre Fassaden saniert und die Wohnungen durch den Anbau von Balkonen und Terrassen bereichert. Die 48 Bestandswohnungen werden durch eine Mixtur aus 43 neuen Wohneinheiten zwischen 55 und 100 qm ergänzt. Hierbei handelt es sich um 1,5 bis 4 Zimmerwohnungen mit verschiedenen Wohn- und Freiraumangeboten und privaten Gärten, die für eine gesunde Bewohnermischung aus Alt und Jung, Singles und Familien sorgen.