Hüllensanierung der Ev. Stephanuskirche
Berlin Wedding
Auftraggeber
Evangelische Kirchengemeinde am Gesundbrunnen
Zeitraum
2026 – 2028
Kategorie
Die Evangelische Stephanuskirche in Berlin-Wedding steht am Knotenpunkt der Kreuzung Prinzenallee und Soldiner Straße als Wahrzeichen des Soldiner Kiez. Der denkmalgeschützte Sakralbau wurde in den Jahren 1902–1904 im Stil märkischer Backsteingotik nach Plänen von Adolf Bürckner errichtet und prägt mit seiner Ziegelfassade und dem rund 80 Meter hohen Turm das städtische Umfeld. Durch den fast vollständigen Erhalt großer Teile der Hülle sowie der Innenausstattung der Ausstattung aus der Erbauungszeit ist die Kirche ein wichtiges Zeugnis des Berliner Kirchenbaus um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert.
Die Maßnahme reagiert auf den langjährigen Sanierungsbedarf der äußeren Gebäudehülle, der sich diversen Schadensbildern, wie Feuchtschäden, Korrosion, Verschmutzung, Fehlstellen, Dekontamination und biotischer Befall äußert und eine umfassende Instandsetzung der Fassaden und Dächer erfordert. Dabei steht der Erhalt der historischen Architektur im Vordergrund, insbesondere des Ziegelmauerwerks, der Dachflächen, der Fensterbereiche sowie der Details an den Anschlüssen der Gebäudehülle. Gerade das fein gegliederte Ziegelmauerwerk und die Dachkonstruktionen und -deckungen aus Biberschwanzziegel und Kupferblech erfordern eine sorgfältige Detailplanung und Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde.
Die Hüllensanierung ist in drei aufeinander abgestimmte Bauabschnitte gegliedert. Den Auftakt bildet die Sanierung des Gemeindehauses, gefolgt von der Instandsetzung des Kirchenschiffs Den Abschluss bildet der Kirchenturm.
Das Projekt wird durch Fördermittel der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) unterstützt. Ergänzend wurde die Sanierung durch eine Spendenaktion des Kirchenbauvereins der Stephanuskirche begleitet, die bis Ende 2025 lief und gezielt zur Finanzierung der Ziegelinstandsetzung beiträgt.



